MetaPhon VI mit »Reality Radio, eine Radio-Satire« ab 18. Juni 2007 auf hoerspiel-labor.de

Das Unternehmen Halmackenreuther präsentiert »®eality–®adio–®emix«
Eine Radio-Satire von Mario Giordano, Ingrid Schlüter, Marina Rother & A.J. Weigoni

Radio Schauerland hat seinen großen Tag. Im Rahmen einer Live–Sendung, die nicht zufällig an die Oscar–Verleihung erinnert, werden die Preise für die besten journalistischen Radiobeträge vergeben. Fünf goldene Mikrophone gilt es zu verteilen als Preis für die jeweils Jahresbesten eines Genres. Nachdem Hansi Schwaiger den Hörern den sexuellen Gebrauchswert seiner Kollegin nachdrücklich geschildert hat, wird der erste Preisträger vorgeführt:

„Hautnah“ heißt die Live–Reportage, die Ingrid Schlüter geschrieben hat. Ein Lebensmüder steht auf einer Brücke und droht sich hinunterzustürzen. Live dabei ist Wahnfried Doll mit seinen Hörern, Mutter und Frau des Todeskandidaten sind per Telefonschaltung auch dabei – und immer mehr Hörer. Die Sendung gerät zum Volksfest. Der Lebensmüde wird mit dem Radiomikrofon gerettet.

Beschäftigen sich die anderen Beiträge weitgehend mit der Außenansicht des Mediums Lokalfunk beschäftigt, so wendet sich „Die Parkuhr“ von A.J. Weigoni mehr dem Innenleben der Sender zu. Ist die Zeit auch viel zu knapp für solide journalistische Arbeit, für böse Intrigen reicht sie allemal. Der rührige Reporter bekommt als vermeintlicher Parkuhrdieb zwei Jahre Knast, den Preis bekommt der Chef.

Wieder in der Rahmenhandlung, die Mario Giordano schrieb, kündigen Hansi und Evelyn den nächsten Preisträger an: „Der Totenbegleiter“. Marina Rother hat das Studiogespräch getextet. Hildegard Kleinschmidt hat den Bestatter Alois Rehbein ins Studio eingeladen. Der dynamische Unternehmer reißt rasch die Sendung an sich. Leidenschaftlich trägt er sein Konzept vor: ein rauschendes Fest statt Trauer, Inszenierung statt Leben.

„Bericht mit O–Ton“ stammt ebenfalls von A. J. Weigoni. Die Lokalfunkjournalistin Cordula Klümper, immer auf der Suche nach einer Story, verwertet sich diesmal selbst, und berichtet aus dem Kreissaal von der Geburt ihres Kindes. Sie hat keine Hemmungen bei der Selbstausbeutung. Solche tabulosen Leute braucht das Medium, das ist schon ein „Goldenes Mikrofon“ wert.

Die Aufnahme ist in HiFi-Stereo-Qualität erhältlich über: info@tonstudio-an-der-ruhr.de

Mitglieder Kommentare
#1 von Matthias Hagedorn am 08.06.2007:

®eality ®adio – Pressespiegel



„Nach Reality–TV und Reality–Literatur nun endlich auch das langersehnte Reality–Radio! Die bitterbösen, wie aus dem echten Leben gegriffenen Szenen eines fiktiven Senders in Olpe wurden als Hörspielprojekt vorgestellt. Nach einer Idee von A.J. Weigoni hat Ioona Rauschan die einfühlsame und kenntnisreiche Regie geführt.“ (WDR 5 / Echo West)

„Eine Parodie auf die Rituale, nach denen bei Privatradios akustische Ereignisse vermarktet werden; eine Parodie die so schrill wie treffend ist.“ (R.P.)

„Als im Düsseldorfer WBZ das Kollektiv–Hörspiel „Reality Radio“ vorgestellt wurde, bot sich eine kuriose Szenerie. Vor den Zuhörern war ein Fernseher aufgebaut, über dessen Bildschirm die ganze Zeit monoton der Hinweis flimmerte: „Sie sehen ein Hörspiel“ (Überblick)

„Sie sehen ein Hörspiel… das satirische Reality Radio. Hörspiele, sagt Weigoni, sind beileibe nicht nur Fernsehersatz für Blinde.“ (Prinz)

„Sarkastische bis makabre Entertainment–Ausgeburten, denen unsere Plauderfunk–Wirklichkeit bekanntlich hart auf den Fersen ist.“ (Düsseldorfer Hefte)

„Eine beissende Satire auf Privatradios.“ (Rhein–Zeitung)

„Das Hörspiel kündet durchgehend vom Verfall des seriösen Journalismus, vom Verlust des guten Geschmacks.“ (Rheinische Post)

„Das Ergebnis braucht den Vergleich mit öffentlich–rechtlichen Produktionen in keiner Weise zu scheuen.“ (BIOGRAPH) „Das trieft vor Sarkasmus.“ (drumheads.de)

„An dieser Stelle unterbrechen wir für einen kurzen Werbeblock“, tönt es über den Radiosender „Schauerland“. Was für jeden technisch ausgestatteten Bürger inzwischen zur akustischen Selbstverständlichkeit geworden ist, bringt der imaginäre Sender in „Reality Radio“ überspitzt zum wohl unpassendsten Moment“. (Westdeutsche Zeitung)

„Bevor Sie in den Tod springen: Ham'se noch 'nen Plattenwunsch?“ Dramatisch und spektakulär. Das ist »Reality Radio«. Die „Betreiber“: Sieben engagierte Hörspielmacher aus Düsseldorf…“
(BILD)

„Eine Satire, in der A.J. Weigoni und vier weitere Düsseldorfer Autoren das Medium ebenso aberwitzig wie abgründig auf die Schippe nehmen.“ (HörZu)

„ »Reality Radio« heissen die kurzen Hörspiele, in denen die hohe Kunst des Reality–TV in Perfektion, aber eben ohne Bild, dargeboten wird. Hervorgegangen sind sie aus den fast schon legendären »Ohrenkanapees«. Die entstehen in erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum Rheinland. Und das unter der bewährten Leitung von A.J. Weigoni nun schon seit fünf Jahren.“ (Coolibri)