Macabros (5) - Die Schreckensgöttin

"Und es steht geschrieben, Macabros wird kommen, ein Sohn unseres Volkes, denn in seinen Adern wird fliessen das Blut Xantilons. Er wird nach dem Schwert des toten Gottes greifen, es herausnehmen und in seiner Hand halten, als wäre es für ihn geschmiedet. In diesem Augenblick wird die grosse Schlacht eröffnet sein. Die zweite Runde des Kampfes zwischen den weissen und den schwarzen Priestern beginnt. Die Hölle wird ihre Helfershelfer und Dämonen ausschicken, um ihn zu vernichten. Und im Endkampf wird sich zeigen, wer die Welt Marlos in Besitz nehmen wird."

Macabros (5) - Die Schreckensgöttin
Hörspiele Welt
Länge: ca. 77 Minuten

Klappentext:

Mitten auf dem Trafalgar Square in London, am helllichten Tage, wird ein Mann von einem Hund mit einem menschlichen Totenschädel angefallen und so schwer verletzt, dass er ins Krankenhaus muß.
Als dieser Höllenhund nur einen Tag später den Kunstmaler Edgar Laughton angreift ist Björn Hellmark gerade noch rechtzeitig zur Stelle. Er kann die Bestie töten, doch wo liegt die Verbindung zwischen diesem ungewöhnlichen Ereignis und dem noch viel unglaublicheren Verschwinden des Künstlers, der dreißig Jahre weg gewesen war, und dann plötzlich, ohne jede Erinnerung an diese Zeit wieder aufgetaucht ist? Björn forscht nach und stolpert kopfüber in die Welt der Schreckensgöttin.

Meinung/Kritik:

Cover/Titel/Klappentext:
Das Cover geht absolut in Ordnung und auch Titel und Klappentext passen zum Hörspiel und versprechen Spannung.

Sprecher:
Die Sprecher sind für mich der "kasus knaksus" in diesem Hörspiel. Ich gehörte zu denjenigen, die gesagt haben, dass Simon Gosejohann sich an die Rolle gewöhnen muss und der zweite Teil bestimmt Besserung bringen wird. Leider muss ich sagen, dass er mir absolut nicht gefällt. Er mag bestimmt Talent für andere Rollen haben aber in dieser Rolle des Actionheldens Macabros bzw. Björn ist er einfach die absolut falsche Besetzung. Die Szenen, in denen er verzweifelt versucht "cool" zu wirken, kann man getrost als "Griff ins Klo" bezeichnen, da es einfach nur lächerlich klingt. Sorry Herr Gosejohann aber das ist ne klare sechs.
Das nächste absolute Ärgernis ist Konrad Halver. Nein…natürlich nicht er selbst. Jeder Hörer weiß, dass er eine absolut klasse Stimme hat. Aber dafür, die Rolle des Rani Mahay mit ihm zu besetzen, gibt es keine Entschuldigungen. Jeder wird vom "Koloss von Butan" wohl ähnliche Vorstellungen haben wie ich und das ist absolut nicht diese Stimme. Seine zweite Rolle als Edgar Laughton geht in Ordnung.
Viel (zu viel) des Hörspiels wird durch Hans-Jörg Karrenbock als Erzähler getragen. Er bietet eine mittelprächtige Leistung, die noch durchgeht. Ein wenig mehr Feuer würde ich mir bei so viel Erzähltext wünschen. Dies gerade in den actionreicheren Szenen.
Nandini Mitra als Carminia Brado, Helmut Krauss als Al Nafur und Edda Fischer als Schreckensgöttin gehen ebenfalls in Ordnung.
Großartig loben kann ich leider niemanden.

Story/Inhalt:
In London wird ein Mann von einem Hund mit Totenschädel angegriffen und schwer verletzt. Aufgrund eines Hinweises durch Al Nafur begibt sich Björn nach London, um das Geheimnis von Edgar Laughton zu lüften, der nach dreißig Jahren ohne Erinnerung an diese Zeit wieder aufgetaucht ist. Diese rettet er vor einem Höllenhund. In Hypnose erfährt Björn von ihm die Adresse und den Namen der Person, der er als letztes begegnet ist. Es handelt sich um Betty Roughly, zu der Björn sich begibt. Von ihrem Schlafzimmer aus gelangt Björn in die Welt der Schreckensgöttin. Gibt es eine Rückkehr? Und wer ist der Tigerdompteur, den Björns Freundin Carminia kennenlernt?

Fazit:
Auf Folge 1 folgt Folge 5 dies hat aber lediglich rechtliche Gründe. Die Hörer die Macabros kennen werden keine Probleme haben, direkt ins Geschehen einzutauchen. Für alle anderen Hörer bietet das Inlay eine kurze Erzählung der wichtigsten Inhalte aus Folge 1 bis 4. ein netter Service.
77 Minuten sind für ein Hörspiel eine lange Zeit. Im Gegensatz zu anderen stört mich diese Laufzeit hier aber nicht wirklich. Gut, das Geschehen im Zirkus in Genf zum Beispiel könnte gekürzt werden. Aber dennoch finde ich dieses "Kennen lernen" von Rani Mahay eine nette Zugabe. Insgesamt bietet dieser Inhalt auch den Stoff für diese Zeit. Leider muss ich auch hier wieder Kritik loswerden. Zeitweise wirkt es wie eine Lesung. Die Erzählpassagen sind viel zu lang und irgendwie will keine rechte Spannung auftreten. Alles wirkt leider zusammengeschustert. Auf eine Erzählpassage folgt eine Actionszene und dann das alles von neuem. Die Handlung an sich verläuft recht flüssig und der Hörer weiß immer, um was es gerade geht. Die Musikstücke gehen ebenfalls in Ordnung und passen sich im Großen und Ganzen der Atmosphäre an. Kritik gibt es meinerseits hier für die "Schlacht". Was dort an Sound und Musik verwand wurde, ist mir unerklärlich. Gerade hier erwarte ich doch, dass ich richtig was auf die Ohren bekomme. Aber leider war da nichts!!!
Addiert man hierzu noch die schlechten Sprecherleistungen muss ich leider sagen, dass mich "Die Schreckensgöttin" nicht überzeugen konnte.

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