Scott, der Sohn des MASK-Teamchefs Matt Trakker, und sein Freund, der Roboter T-Bob, beobachten quasi live den Absturz eines Meteors und ein Forscherteam, welches die Absturzstelle sichert und untersucht. Der Stein sondert seltsame, kosmische Strahlen ab, die das Wachstum von Pflanzen überaus positiv beeinflussen. Doch plötzlich erscheint ein UFO, eine fliegende Untertasse auf der Bildfläche, und raubt den Meteor. Was sich wie ein Science-Fiction Film anhört, entpuppt sich als geschickt eingefädelter Raubzug des Verbrechersyndikats Venom, doch der Vorgang wird von Professorin Stevens gefilmt. Venom ist überhaupt nicht begeistert davon, dass jemand die Fernsteuerung des UFOs auf Video festgehalten hat, und in ihren laserbewaffneten Einsatzfahrzeugen machen sie unverzüglich Jagd auf die Frau. Sofort machen sich Matt und sein Sohn mit dem Thunderhawk auf den Weg, die Professorin zu retten, und in allerletzter Sekunde gelingt es ihnen, die bewusstlose Frau aus ihrem Jeep zu ziehen, bevor dieser in den Fluten eines Flusses versinkt, nachdem Venom mit gezielten Schüssen den Wagen eine Klippe herunterstürzen liess.
Zurück im imposanten Anwesen Trakkers kommt die Professorin wieder zu sich und bittet Trakker, von dem sie schon viel Gutes gehört hat, ihr dabei zu helfen, den gestohlenen Meteor wieder zurück zu erobern.
Der MASK-Einsatzcomputer wird aktiviert, um das für diese Mission perfekte Team der MASK-Geheimagenten zusammen zu stellen. Doch während Matt mit einem unterirdischen Raketenschlitten von seinem Anwesen in die MASK-Einsatzzentrale rast, empfangen Scott und T-Bob eine Übertragung aus dem geheimen VENOM Stützpunkt. Machtlos müssen sie mit ansehen, wie Miles Mayhem, der Chef der Untergrundorganisation, den kosmischen Meteoriten in drei Teile zerschneidet. Die somit ungeschützte Strahlung aus dem Inneren des Meteors ist für alle Lebewesen der Erde tödlich, und soll als unbezwingbare Waffe gegen Höchstgebot an dunkle Mächte verkauft werden.
Scott und T-Bob schleichen sich ebenfalls in die MASK-Zentrale und verstecken sich auf der Ladefläche von Hondo McLeans Pick-Up, der alsbald zusammen mit seinen Teamkollegen in ihren eigenen Fahrzeugen aufbricht, um VENOM zu stoppen.
In einem furiosen Kampf, in dem sich die alltäglich wirkenden Sportwagen, Motorräder und Lastwagen in waffenstarrende Kampffahrzeuge verwandeln, gelingt es VENOM, Hondo in seinem Pick-Up zu einem gewagten Manöver zu zwingen, bei dem Scott von der Ladefläche geschleudert wird. Sofort wirft sich Hondo aus seinem Fahrzeug um Scott zu schützen, als ein Laserblitz den mutigen Mann trifft und ihn lebensgefährlich verletzt. VENOM nimmt reissaus, und Scott, der sich daran erinnert, dass der zusammengefügte Meteor Leben retten kann, beschliesst, die Verbrecher auf eigene Faust zu verfolgen, um sich für Hondos mutigen Einsatz zu revanchieren und ihn zu retten.
Scott und T-Bob erreichen einen See, wo sie Mayhems Helikopter Switchblade sehen. Ein Wasserflugzeug landet am Kai und ein potenzieller Käufer für eines der drei Meteoritenstücke steigt aus. Während T-Bob die Gangster ablenkt, klettert Scott heimlich in das Cockpit des Helikopters und nimmt per Funk Kontakt mit MASK auf. Er gibt ihnen die Koordinaten von zwei weiteren Orten durch, wo die übrigen Meteoritenstücke verkauft werden sollen. Als T-Bob in immer grössere Schwierigkeiten gerät, die Gangster abzulenken, betätigt Scott einige Knöpfe und Hebel und plötzlich hebt Switchblade tatsächlich ab. Erschreckt bringen sich Mayhem und der Käufer mit einem Hechtsprung in den See in Sicherheit. Scott und T-Bob machen sich mit dem erbeuteten Meteoritenstück aus dem Staub.
Inzwischen ist Brad Turner, der berühmte Musiker, mit seinem Motorrad Condor auf dem Weg zum nächsten Übergabeort, wo Cliff Dagger bereits in Verhandlungen mit dem nächsten Käufer ist. Brad rast mit seinem Motorrad genau dazwischen und reisst Dagger den Koffer mit dem Meteoriten aus den Händen. Sofort springt Dagger in sein Fahrzeug und nimmt die Verfolgung auf, doch Brad dematerialisiert mit seinem Bordlaser für kurze Zeit eine massive Steinwand, durch die er hindurch rast und die sich unmittelbar hinter ihm wieder schliesst. Dagger kann nicht mehr ausweichen und so gelingt Brad die Flucht.
Währenddessen ist Dusty Hayes mit seinem Geländefahrzeug unterwegs zum dritten Übergabeort, der sich auf offenem Wasser befindet. Dusty verwandelt seinen Gator in ein Schnellboot und mit dem Bordlaser werden der Ganove Sly Rax und der dritte Käufer einfach eingefroren.
Matt Trakker jedoch weiss noch gar nicht, dass sein Sohn Scott das letzte Stück des Meteors bereits in seinen Besitz gebracht hat und verfolgt Mayhem, der ihn allerdings austricksen und fliehen kann.
Niedergeschlagen kehrt Matt zurück in die geheime Einsatzzentrale Boulder Hill, doch plötzlich stürzt Scott herein und überreicht den überraschten Geheimagenten das letzte Stück des Meteors.
Professor Stevens gelingt es mit Hilfe der MASK Spezialausrüstung, die drei Teile des Meteors wieder zu einem Ganzen zusammen zu fügen, und sofort setzt sie die heilende Wirkung an Hondo ein, der schon wenig später kerngesund wieder erwacht. Der Meteor jedoch hat dabei all seine lebensspendende Kraft verloren und ist zu einem blossen Stück Stein geworden.
MASK hat gesiegt, und VENOM wird einige Zeit benötigen, diese Niederlage zu verarbeiten.
Besprechung / Rezension:
„Masked crusaders, working overtime, fighting crime...“
Immer wenn ich dieses geniale Titellied aus der Feder von Haim Saban und Shuki Levy höre, geht es mir gut. Allein für diesen Song, der in den Hörspielen in einer coolen Instrumentalversion eingesetzt wird, lohnt sich schon fast der Kauf der MASK-Hörspiele.
Natürlich wird, wie man es von einer ersten Folge erwartet, von einem Erzähler die Welt erklärt, in der die Serie spielt. Geht es hierbei doch nicht etwa um eine alltägliche Geschichte oder ein sonstwie altbekanntes Konzept, sondern um Autos, die sich in bewaffnete Abschussrampen oder Düsenjäger verwandeln können, um Menschen, die ganz normalen Berufen nachgehen, sich aber auf ein geheimes Signal hin zu einer international agierenden Rettungstruppe zusammen schliessen und mit ihren Masken, die ihre Identitäten verhüllen, Energiestrahlen, Projektile, Hologramme und sonstige Zauberdinge abschiessen bzw. erscheinen lassen können.
Diese Welt ist so neuartig, dass es nicht nur einen neutralen Erzähler benötigt, um das allgemeine Setting zu erläutern, sondern auch einen Charakter innerhalb des Hörspiels, der die menschlichen Aspekte des Ganzen mitteilt. Und wer würde sich dafür besser anbieten, als Scott Trakker, der Sohn des MASK-Teamchefs Matt Trakker.
Nachdem dann auch die ersten 2:15 Minuten des etwa 35minütigen Hörspiels mit diesen Erklärungen gefüllt wurden, dürfen sich Scott und sein Roboter T-Bob als Live-Erzähler betätigen. Denn, man will es kaum glauben, die ersten 6 Folgen der 13-teiligen Serie sind eigentlich O-Ton Hörspiele. Will heissen: Es handelt sich dabei um die Tonspur aus der gleichnamigen Zeichentrickserie. Dadurch, dass aber drei der wichtigsten und prominentesten Charaktere der Serie, Matt, Scott und T-Bob, mit ihren jeweiligen Originalsprechern aus der Serie durch die Folgen führen, fällt dieser Umstand kaum auf.
Allerdings wirkt es manchmal befremdlich oder unfreiwillig komisch, wenn beispielsweise Scott genau erzählt, was er auf T-Bobs Rückenmonitor sieht – nämlich das Geschehen, von dem eigentlich keiner der Protagonisten wissen kann, weil es irrsinnig weit entfernt unter Ausschluss der Öffentlichkeit passiert. Fairerweise muss man zugeben, dass die Autoren sich wenigstens plausible Erklärungen ausgedacht haben. So glaubt Scott zum Beispiel zuerst, er würde einen Science-Fiction-Film sehen, mit dem T-Bob ihn auf den Arm nehmen wollte, statt einer tatsächlichen Übertragung der Ereignisse.
In dieser ersten Folge sind die Einsätze der Erzähler-Sprecher noch relativ objektiv gehalten. Im Vergleich zur Zeichentrickepisode fällt höchstens auf, dass die Rettungsaktion ganz zu Anfang komplett aus der Feder der Hörspiel-Autoren stammt. Erfreulicherweise fügt sich der Erzählstil aber in den Stil der Zeichentrickserie hervorragend ein.
Die Sprecher liefern eine sehr gute und solide Arbeit ab. Die Sprecher der Agenten haben zwar weniger zu tun, sind aber durchweg passend ausgewählt und überzeugen in ihren Rollen. Allerdings ist es unglaublich schwer, die Charaktere stimmlich auseinander zu halten, bzw. den Stimmen einen Charakter zuzuordnen. Es fehlt hierbei halt doch das Bild der Zeichentrickfolge. Einzig die Sprecher von VENOM kann man recht eindeutig identifizieren. Miles Mayhem, der dicke Anführer der Verbrecherorganisation (VENOM bedeutet übrigens Vicious Evil Network Of Mayhem), wird von einem hervorragenden Norbert Gastell gesprochen, der „damals“ noch nicht sofort mit Homer Simpson assoziiert wurde und im Gegensatz zu dem gelben Familienvater bei MASK so richtig fies und böse klingen darf. Gastell ist auch der beste der Schurkensprecher dieser Serie, wobei man zugeben muss, dass hier eine Rangfolgenwertung schwer ist, denn alle Sprecher liefern sehr gute Leistungen ab.
Auch auf der Guten Seite gibt es durchweg nur positives zu berichten. Florian Halm überzeugt als Scott Trakker sogar noch besser als – verglichen mit der Zeichentrickserie – dessen englischsprachige Originalstimme. Dem leider bereits verstorbenen Arnim André nimmt man die Rolle des tapferen Teamchefs Matt Trakker genauso ab wie die Rolle des gutherzigen Ziehvaters, und Michael Rüth als T-Bob, den man vielleicht noch als „Hermes“ aus Futurama kennen könnte, ist der Spassvogel der Truppe, der trotz seines gehobenen Alters, wohl auch dank der Computerverfremdung seiner Stimme, überraschend jung und „robotisch“ klingt.
Das Erzähltempo ist anfangs eher schleppend. Ganze 12 Minuten benötigt das Hörspiel, um endlich den Plot in Richtung Action zu bringen. Danach geht es dann aber endlich mit dem los, was wir Hörspielhörer hören wollen. Action, Spionage, Undercovermissionen. Eine sonderlich tiefgründige Story sucht man hier allerdings vergeblich. Es ist eine sehr typische Einstiegsfolge, in der die Charaktere und Fahrzeuge genauso erklärt werden, wie die Welt, in der sie agieren. Und bei einer Spielzeit von guten 35 Minuten, von der allein schon 12 Minuten für Einleitung und Hinführung zum Plot verbraucht werden, ist jetzt auch kein Thriller Marke Dan Brown zu erwarten.
Musikalisch wird in dieser Folge nicht sonderlich viel geboten. Bis auf das geniale Titelthema und gelegentliche Einspielungen des O-Ton-Soundtracks gibt es hier nichts Besonderes oder gar Neues zu hören. Genauso minimalistisch fällt die Soundkulisse aus. Bis auf die Sounds und Geräusche der Zeichentrickfolge erklingt hier und da ein Computergedudel oder irgendwie synthetisch klingende Düsenjäger, aber atmosphärisch eingesetzte Geräusche wie zum Beispiel ganz banale Schritte sucht man meistens vergeblich.
Das Cover ist nett und zeigt das coole MASK Logo recht prominent, aber das war es dann auch schon. An Charakteren werden Miles Mayhem gezeigt, der allerdings in seiner bei Fans gar nicht so beliebten „Racing-Series“ Uniform gezeigt wird, die erst 65 Zeichentrickfolgen später das erste Mal auftaucht (und auch dort nur für 10 Folgen), sowie eine angeschnittene Gloria Baker, die in dieser Folge gar nicht vorkommt. Im Hintergrund stehen dann noch zwei weitere Charaktere, die mit etwas Phantasie wahlweise entweder als ausserirdische Roboter oder mit noch viel viel mehr Phantasie als Bruce Sato und Dusty Hayes identifiziert werden können. So ganz deuten kann ich diese Zusammenstellung nicht, und bis auf den im Hintergrund auf die Erde stürzenden Meteor hat das Cover so rein gar nichts mit dieser Folge zu tun. Seltsam und Schade gleichermassen.
Fazit:
Guter Einstieg in die Serie, und mit viel zusätzlichem Aufwand angereichertes O-Ton Hörspiel, das trotz minimaler Abzüge in der B-Note Lust auf Mehr macht.




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