
Lady Bedfort (2) – …und das Haus an der Witwenkreuzung
Klappentext:
Ratten treiben ihr Unwesen in dem Keller von Mrs. Miller. Natürlich macht ihr Sohn sich gleich daran, dem nächtlichen Kratzen ein Ende zu bereiten. Doch schnell wird deutlich, dass sich nicht nur vierbeinige Quälgeister für das Haus an der Witwenkreuzung interessieren. Als ein Sturm aufzieht, und die Ereignisse sich überschlagen, ist Inspektor Miller froh, Lady Bedfort und ihren treuen Butler Max an seiner Seite zu wissen.
Sprecher:
Barbara Ratthey, Dennis Rohling, Santiago Ziesmer, Ursula Sieg, Robert Missler, Michael Eickhorst, Jan Schreiber und Hendrik Riehemann
Rezension:
Die Story ist nicht so schlecht. Man erkennt leider wieder ziemlich früh, was das Ziel der, in dieser Produktion beteiligten, Schurken ist. Leider ist hier auch eini, aus meiner Sicht gravierender, Logikfehler vorhanden. Der hat etwas mit der Lösung des Falles zu tun. Es wurde ein ganzer Raum durchgraben? Aber in den einzig vorhandenen Gegenstand in dem Raum hat nie einer Reingeschaut? Ich möchte dazu auch nicht so viel verraten, dann müsste ich Spoilern.
Das sind ein Logikfehler die hier nicht reinpasst. Ansonsten wieder ein einfach gestrickter Krimi nach etlichen Vorbildern. Ich fand ihn trotz des Missgeschicks in der Story ganz gut.
Die Sprecher sind absolut Top. Bei der ersten Folge musste man sich noch an Santiago Ziesmer gewöhnen als Polizisten. Also die ernste Rolle und damit mal was anderes als der Schwamm oder die Ratte. So hat mir das hier sehr gut gefallen. Vielleicht hat man sich so schnell daran gewöhnt. Besonders gut hat mir Michael Eickhorst als, geistig zurückgebliebener, Tom gefallen. Diese Rolle war sicherlich nicht einfach zu sprechen. Aber er hat das absolut überzeugend rübergebracht. Also in diesem Bereich kann man nur sagen hervorragende Arbeit.
Die Soundeffekte und die Musik waren auch sehr gut eingesetzt. Auch der typische Sound von Dennis Rohling gefiel mir wieder sehr gut. Hier hat das Label eine eigene Richtung und hebt sich in diesem Bereich von anderen Labeln etwas herab. Auch der Zusatztrack und damit das Lied Heather von der Sir Henry Band sind überzeugend und für mich ein leckeres Zubrot zu dieser Produktion. Besonders hervorheben möchte ich, dass das Label die gesamten Nebengeräusche selber mit dem Mikro eingefangen hat. Das wird in vielen Situationen auch deutlich rüber gebracht.
Das Cover ist auch gut gemacht. Im Booklet findet man die Sprecher und sonstigen Beteiligten an dieser Produktion. Dazu findet man Fotos der Sprecher und auch wieder einen offenen Brief an den Hörer. Die Illustration ist sehr dunkel. Ich kann darauf leider nicht alles erkennen. Aber es passt zum Arbeitstitel des Hörspiels.
Als Fazit muss ich sagen, dass ich mir etwas mehr Spannung gewünscht hätte. Dazu keine solchen Logikfehler. Das Label produziert ja nicht das erste mal… . Abernichts desto trotz ist es wieder eine gute Produktion. Ich freue mich, dass diese Serie wohl weiter geht. Mit wenig Mitteln eine gute Produktion hingelegt. Dafür meinen Respekt.
Meine Bewertung:
Schulnote: 2- (gut)
Lady Bedfort (2) – …und das Haus an der Witwenkreuzung
ISBN 978-3-939851-08-0
www.hoerplanet.de
ca. 51 Minuten
© Michael Girbes, 11. Mai 2007, www.hoerspieltalk.de



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