Serie

Jan Tenner

Genre

Science Fiction

Episode

3 - Landung der Giganten

Jan Tenner 03 - Landung der Giganten

Story:

Während eines gemütlichen Fernsehabends einer dreiköpfigen Familie kommt es zu einem Zwischenfall. Ein riesiges Monster bricht ins Wohnzimmer ein und mit unbändiger Kraft entführt es die Tochter.
Am nächsten Vormittag findet ein Tennismatch statt (Sportverein Blau-Weiss?), bei dem Jan und Tanja teilnehmen und beinahe gewinnen. Allerdingst stürmt ein Polizist den Platz und bittet Jan im Auftrag von Professor Futura ans Telefon. Dieser bricht sofort das Match ab und überlässt den Sieg somit ihren hoffnungslos überforderten Gegnern, die sich nun über den Pokal freuen dürfen. Am Telefon berichtet Futura kurz, dass das Dorf Bryat (zumindest verstehe ich den Namen so) von Ausserirdischen überfallen wurde, die insgesamt 8 Kinder entführten.
2 Stunden später betreten Jan und Tanja Futuras Labor in Greyville, welches von Reportern belagert wird. Bereits nach 2 Folgen ist Jan übrigens zum Superstar geworden, der sofort von den Reportern erkannt und mit Fragen überhäuft wird.
Während der Lagebesprechung, in der Futura noch einmal das Geschehen zusammenfasst, platzt ein Polizist herein, der von einem aufgefundenen Toten berichtet. Dieser scheint mit irgendetwas zusammengestossen sein, das fliegt – aber sehr tief. Aber kein irdisches Flugzeug kann so tief fliegen.
Gemeinsam untersucht man den Toten und befragt die Eltern der entführten Kinder. Urplötzlich taucht eines der entführten Kinder, das Mädchen Annie, wieder auf und übergibt Futura einen Brief der Fremden. Allmählich wird die Intention der Fremden klar. Futura erzählt, dass in den letzten Tagen mehrfach bei ihm eingebrochen wurde. Die Vermutung liegt nahe, dass die Fremden irgendetwas von ihm wollten, es aber nicht fanden und nun die Kinder als Druckmittel für einen erzwungenen Austausch benutzen wollen.
Leider kann Annie nicht sagen, wo das Raumschiff der Fremden steht, weshalb man sich nun auf die Suche begibt. Mit einem kleinen Flugzeug nehmen sich Jan und Tanja die Gebirgsregionen in Westland vor. Plötzlich glaubt Tanja, etwas entdeckt zu haben. Und tatsächlich entdecken sie das als Fels getarnte Raumschiff, mitten in der Creekschlucht. Tanja nimmt per Funk Kontakt zum Militärhauptquartier auf, doch in diesem Augenblick startet das Raumschiff. Gottseidank sind Militärflugzeuge in der Nähe, die mit einem spontanen Sperrfeuer den Start verhindern und das Raumschiff am Boden halten.
Wenig später treffen auch Bodentruppen unter Führung von General Forbett ein und kurz darauf gehen Jan und Tanja auf das Raumschiff zu. Eine Luke öffnet sich und einer der Fremden erscheint. Dieser stellt nun seine Forderung, Professor Futura herzuschicken, um ihn gegen die Kinder auszutauschen.
Bei einer Lagebesprechung zwischen Jan, Tanja, Forbett und Futura schmieden die 4 den Plan, jemand Anderen in der Gestalt Futuras in das Raumschiff zu schicken. Diese Aufgabe wird Jan übernehmen. Mit einem Serum wird er in das exakte Ebenbild Futuras verwandelt und hält General Forbett prompt zum Narren.
Doch die Situation wird ernst. Jan fühlt sich schlecht, das Serum bekommt ihm nicht. Dennoch marschiert er in Gestalt Futuras zum Raumschiff und nimmt Kontakt zu den Fremden auf. Über ein Funkgerät hält er seine Freunde auf dem Laufenden. Das Raumschiff scheint gar nicht für diese Riesen gebaut zu sein, alles in diesem Schiff ist viel zu klein für die Fremden. Einer der Fremden erklärt Jan, welches Problem sie eigentlich haben. Nach einem verlorenen Sternenkampf wurde ihre Welt verseucht, die Ausserirdischen wuchsen und brachen unter ihrem eigenen Gewicht tot zusammen. Sie brauchen ein Serum vom Professor, um wieder auf normale Größe zu schrumpfen.
Leider zeigt das Serum bald keine Wirkung mehr, Jan verwandelt sich zurück und die Fremden fühlen sich hintergangen. Sie greifen Jan an und nehmen ihn Gefangen. Doch es gelingt ihm, die Fremden davon zu überzeugen, Verhandlungen aufzunehmen. Sie besorgen Blutproben, mit denen Futura in seinem Labor das entsprechende Schrumpf-Serum zusammenmischen kann. Doch noch immer gibt es Probleme, denn ein Sturm bricht aus und der Rückflug zur Creekschlucht wird sehr gefährlich. Gerade noch rechtzeitig gelingt es Futura und Tanja, das Serum zum Raumschiff zu bringen, Jan verlässt selbiges und das Raumschiff startet, um die Heimatwelt der Fremden zu retten.
Ende gut, alles gut.

Umsetzung:
Wie schon in der vorherigen Episode hat man sich wieder aus dem reichhaltigen Angebot amerikanischer Vornamen bedient. Der Vater aus der ersten Szene heisst... Joe! Dafür gibt es wenigstens einen innovativen Nachnamen für Jans und Tanjas Tennisgegner, Mr. Und Mrs. Vans, etwas, was Tanja (und später auch Laura) bis zum Ende der Serie vermissen müssen. Entsprechend komisch klingt es, wenn der Stadionsprecher dann auch ausruft: „Jan Tenner und Partnerin“ - Tanja hat einfach keinen Nachnamen.
Das Flugzeug von Jan und Tanja trägt das Rufzeichen EE00 (Echo Echo Zero Zero – was nach meinem Wissensstand der Avionik erstens gar kein richtiges Rufzeichen ist und zweitens falsch ausgesprochen wird. Echo wird hier als deutsches Echo ausgesprochen, statt Ecko wie im englischen, dafür werden die Nullen als englisches Zero ausgesprochen.)
Hervorragend besetzte Nebenrollen mit vielen alten Bekannten. Gisela Fritsch als Mutter (Auch als Karla Kolumna bekannt), Norbert Gescher als Vater (Synchronstimme von Steve Martin) oder auch Heinz Rabe, der gefühlt jeden zweiten Ausserirdischen bei Jan Tenner gesprochen hat.

Ton:
Was mir jetzt zum ersten Mal auffällt ist die Musik im Hintergrund des Einleitungstextes, die vom langsameren Intro zum schnelleren Song des Outros fadet, weil die Musik ansonsten zu kurz wäre, um den gesamten Text zu unterlegen.
Die Geräusche und Effekte wurden wieder gut und gezielt eingesetzt. Hochdetaillierte Klangwelten, in denen man jeden Computerlüfter, jeden Schritt oder Kleiderrascheln hört, gibt es zwar weiterhin nicht, aber alle relevanten Geräusche wurden eingebaut. Etwas seltsam wirken die Massenszenen der aufgebrachten Eltern. Hier wurden zwar im Hintergrund einige deutliche Sätze von verschiedenen Eltern gesprochen, aber das allgemeine Stimmengemurmel scheint aus der Konserve zu kommen. Das alleine ist ja nicht schlimm oder verkehrt, aber leider hört man gelegentliches lachen im Hintergrund, was irgendwie nicht ganz zur Situation passen will. Aber das ist durchaus verschmerzbar.
Weniger verschmerzbar ist das Geräusch des Flugzeugs, mit dem Jan und Tanja unterwegs sind, sowie die anlaufenden Triebwerke des Raumschiffs, die sich minutenlang als unverändernde Endlosschleife zu hören ist, bis das Raumschiff dann endlich abhebt. Da hätte etwas mehr Varianz im Tondesign gut getan.
Beim Umkopieren haben sich zwei Tonfehler eingeschlichen, ein Knacken wie von einer alten Bandmaschine. Track 5, Minute 6:16 und Track 7, Minute 5:10.

Cover:
Das Cover ist wie immer im schlichten grau gehalten, mit einer diesmal leider ziemlich verwaschen aussehenden Zeichnung. Dafür ist die Zeichnung sehr dynamisch und actionreich, was dann auch die merkwürdige Farbwahl der Raumanzüge der Fremden verzeiht, und Jans viel zu jung wirkendes Gesicht.

Fazit:
Rundherum solide Geschichte ohne Mängel in der Dramaturgie, aber erschreckend wenig Action, obwohl das Titelbild das genaue Gegenteil verspricht.

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