Serie

He-Man (Fanhörspiele)

Genre

Fanhörspiel

Episode

1 - Die Seuche des Bösen

Huibu in MOTU-Land

Eine Geschichte voll knochenbrechender Helden-Action, gespickt mit epischen Schlachten, grandiosen Charakteren und geistvoller Handlung - all das... ist DIE SEUCHE DES BÖSEN nicht.

Der gute Titel läßt zwar ein herrliches Trash-Spektakel erwarten - stattdessen gibt's ein recht kauziges Fanprojekt mit humorigem Inhalt auf die Ohren.

Die Handlung läßt sich grob zusammengefasst auf folgendes beschränken; Skeletor reist in unsere Dimension, landet auf einer MOTU-Fan-Convention, wird veralbert und flüchtet entnervt wieder in seine Welt.
Nicht wirklich neu oder gut die Idee, aber immerhin recht annehmbar umgesetzt.

Zum Teil fehlt ein bisschen der Spirit den He-Man ausmacht... das Skeletor Schönheitsschlaf für fiese Pläne braucht, oder das Triclops seinen Meister "duzt" - das halte ich für etwas... unpassend. Ist aber sicher Geschmackssache.

Der Anfang der Geschichte ist gut - die Idee mit dem interdimensionalen Breitbandanschluß ist nett. Kaum auf der Convention reißt das Ganze dann aber ab, und wirkt etwas bemüht - es fehlt ein bisschen das Gefühl das hier wirklich versucht wird zu schauspielern, stattdessen klingt es mehr nach Leuten die einfach nur sich selbst gespielt haben. Ein bisschen mehr MOTU-Klischee und weniger "Lord of the Weed" wäre hier vielleicht angebrachter gewesen. Die Talkshow ist dann auch gleich mal der Tiefpunkt des gesamten Stücks - wobei auf der Convention immerhin die vielen Details im Hintergrund ganz witzig sind (Introsong-Singers ;)). Danach geht es dann wieder etwas weniger albern und nervig zur Sache - wobei ein richtiger Climax allerdings fehlt.
(Skeletor hat noch immer Kräfte, warum läßt er sich auf der Nase rumtanzen? Wäre ich der Schädelmann, hatte ich da meinen Widderkopfstab ordentlich kreisen lassen ;))

Schön sind die Soundeffekte, bis auf die knarzenden Kerkertür auf der Con und dem "Enterprise"-Geräusch passt alles sehr gut und wirkt gut in die Szenen eingearbeitet.

Die Sprecher schwanken zwischen genial (Skeletor) und grottig (die meisten Con-Besucher). Beim Erzähler war ich anfangs skeptisch, er hat sich aber zum Ende hin warm gesprochen - und gefiel mir recht gut.
Wie bereits eingangs erwähnt, die Con-Leute spielen einfach nur sich selbst, ich hatte aber das Gefühl, einige nahmen ihre Rolle nicht ganz ernst... die Stimme des "zweiten" Skeletors klingt übrigens interessant, ist aber komisch abgemischt (Ich bin es, der heillige Geist der dir direkt ins Gewissen flüstert).

Alles in allem muß man wohl den Humor mögen, der hier an den Tag gelegt wird - Bonuspunkte gibt es allerdings für den Gebrauch des genialen Wortes "Mummenschanz".

Insgesamt also ein solider Einstieg, problematisch das der Humor (zumindest bei mir) nicht wirklich zündet, und das die wirklich tollen Sprecher (allen voran Skeletor) von den anderen, eher nicht so gut gespielten Figuren heruntergezogen werden.

Bin aber trotzdem interessiert wie diese Truppe ein etwas ernsteres Skript umsetzten würde - denn hier ist auf jeden Fall Potenzial da.

Shop

DOWNLOADReinhören

Fanhörspiel

Rating 
 7.50 (2)
Mitglieder Kommentare
#1 von Bjoern Korthof am 14.03.2007:

Dann will ich als Produzent mal eben in die Tasten greifen :)

Also erstmal liegt hier eine kleine Verwechslung vor. Das vorliegende Hörspiel ist nicht das Fan-Hörspiel "Die Seuche des Bösen", sondern "Skeletors Höllentrip", entstanden zum fünften Geburtstag der Fansite www.he-man.de
In der Tat sind die meisten Gags auf die He-Man Fan-Community zugeschnitten. Viele Dinge und Kleinigkeiten sind Anspielungen auf tatsächliche Ereignisse, und um der Authentizität Willen sind es ausschliesslich echte Fans, die all diese Ereignisse tatsächlich miterlebt haben, die in diesem Hörspiel mitsprechen. Stimmen aus Film- und Fernsehen sucht man hier vergeblich, dennoch gibt es den ein oder anderen Lichtblick unter den Sprechern.

Das Hörspiel sollte in erster Linie den He-Man Fans Spass machen, wobei wir beim schreiben vielleicht ausser Acht gelassen haben, dass manche Gags keine allgemeine Wirkung erreichen. Das ist zwar schade, aber spätestens seit "Toilette des Grauens" oder "Schwenker des Bösen" sollte auch dieser Punkt ausgemerzt sein, und jeder Mensch sollte über den schräge Saarländer Humor lachen können.

Die Seuche des Bösen ist übrigens ein weitaus ernsthafteres Fan-Hörspiel, allerdings aus anderem Hause. Reinhören lohnt sich, denn die Geschichte ist klasse. Technisch... nun, es ist ein Fan-Hörspiel, und die Sprecher sitzen an heimischen Mikrofonen über ganz Deutschland verteilt.
Was dabei rauskommt, kann man auch in "Skeletors Höllentrip" hören, in der bereits angesprochenen Szene mit dem zweiten Skeletor-Darsteller. Übrigens ein und derselbe Sprecher, nur an unterschiedlichen Standorten in Deutschland aufgenommen ;)

Etwas ernsthaftere Skripte haben wir mitlerweile auch umgesetzt, allen vorran natürlich "Eine Falle für He-Man", welches das gleiche Kreativteam versammelte, aber mit einigen, bekannteren Stimmen aufwartet, oder die He-Man Weihnachtshörspiele, die ich auch in der Nicht-Weihnachtszeit nur empfehlen kann :)