Nachdem er von einem Blitz getroffen wurde, haust der einstige Ritter nun als Gespenst namens Hui Buh auf Schloss Burgeck. Dort lebt er lange Zeit allein mit dem alten Kastellan, bis eines Tages König Julius zurückkehrt und sich mit seiner Familie dort niederlässt. Anfangs versucht Hui Buh die Sterblichen noch mit Streichen und Spukereien zu vertreiben und probiert an Ihnen sein gespenstisches Können aus. Doch schon bald freundet er sich mit Tommy, dem Sohn des Königs an. Der Kastellan erzählt den beiden die Legende von einem Geheimgang auf Schloss Burgeck. Die Geister zweier Liebender, die sich in den geheimen Gängen vor Jahrhunderten getroffen haben und deren Leben durch einen eifersüchtigen Grafen beendet worden sei, sollen noch immer in den dunklen Gemäuern des Schlosses herumspuken. Tommy und Hui Buh beschließen dem Geheimnis auf die Spur zu gehen und treten ihr Abenteuer an . Sie begeben sich zunächst in den Keller in der Hoffnung den Geheimgang zu finden. Als sie immer tiefer ins Erdreich hinabsteigen, bekommt es auch das Gespenst Hui Buh mit der Angst zu tun. Sie treffen auf eine Tür, die mit einem großen Hebel versehen ist und finden dahinter einen schaurigen Korridor. Doch umso weiter sie sich hineinwagen, lauern Gefahren auf sie. Eine Decke stürzt ein und über ihren Köpfen fliegt etwas, das sie nicht erkennen können. Von Angst gepackt treten Tommy und Hui Buh ihren Rückweg an, oben angekommen berichten sie dem König und seiner Frau von ihrem Erlebnis. Auch die Eltern erzählen von einem Gespenst, das im Dorf herumspukt und allen Angst und Schrecken verbreitet. Indem Tommy und Hui Buh die Tür zum Geheimgang öffneten, haben sie zugleich das Gespenst befreit. Weil er nicht möchte, dass das böse Gespenst seinen guten Ruf zerstört, möchte Hui Buh es vertreiben und beschließt erneut zum Geheimgang hinabzusteigen. Dort finden die beiden Fußspuren und treffen auf ein Mädchen. Auch sie möchte der Legende nachgehen und führt die beiden zu ihrer Tante. Sie will den Kindern helfen, das Gespenst zu finden und zu verjagen. Auf einer Mauer erblicken sie das Gespenst und es gelingt ihnen, es einzufangen. Doch wie sich herausstellt, handelt es sich hierbei nicht um jenes grausame Gespenst, das allen Bewohnern im Dorf Angst einjagte, sondern um den Geist des Kunibert, der einst vom Grafen Morticor in den dunklen Gemäuern eingeschlossen wurde, weil dieser die Liebe zwischen ihm und der schönen Gerlinde verhindern wollte. Letztlich gelingt es den Dreien doch mit Hilfe des König Julius den bösen Geist des Morticor zu vertreiben und die beiden Liebenden wieder zu vereinen.
Musik: Die Musik passt sehr gut zur gruseligen Atmosphäre. Besonders die Musik am Anfang und am Schluss hat mir gefallen. Sie hat das Thema eingeleitet und der schaurigen Stimmung entsprochen.Auch die Hintergrundgeräusche waren immer geeignet und haben dem Hörer geholfen, sich gewisse Situationen besser vorzustellen. Sie haben das Geschehen passend untermalt.
Sprecher: Die Sprecher wirken alle überzeugend. Besonders gut fand ich die Einschübe des Erzählers. Dieser hat einzelne Ereignisse näher erläutert und somit für den Hörer verständlicher gemacht. Die Stimmen der anderen Sprecher haben auch gut zur Rolle gepasst. Nur die Sprecherstimme des König Julius fand ich nicht gut gewählt, da meiner Meinung nach eine tiefere Stimme besser zu einem König gepasst hätte, zumal dieser auch als Autoritätsperson und strenger Vater auftritt. Die Stimme hatte immer irgendwie etwas Belustigendes und passt daher nicht zu einem König, der letztlich auch noch derjenige ist, der das böse Gespenst vertreibt.
Insgesamt hat mir das Hörspiel gut gefallen. Für Spannung ist von Anfang an gesorgt. Die Geschichte an sich finde ich auch gut, obwohl sie nicht sehr originell ist. Es gibt einige Geschichten, in denen ein "lieber" Geist böse Geister vertreiben will. Somit ist die Rahmenhandlung nichts neues. Aber alles andere, das außen herum geschieht wie z.B. die Legende der beiden Liebenden, die nun als Geister weiterleben, hat mir gefallen. Aufgrund der Verwirrung, dass es letztlich nicht nur einen weiteren Geist, sondern mehrere gibt, hat den Hörer zunächst auf eine andere Fährte gelockt und somit dem Ganzen außerdem Spannung verliehen. Dass fast das gesamte Geschehen in einem dunklen Geheimgang bzw. irgendwo tief unten im Erdreich spielt, schafft eine gruselige Atmosphäre und dadurch wiederum auch Spannung. Der Hörer möchte wissen, wie es weitergeht und ihm wird daher auch nicht langweilig.




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