Serie
Hersteller
Canora-Media
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Genre
Abenteuer
Episode
Inhalt:
Grossmeister DeLuggi schickt den jungen Fabian von Hohenzollern auf eine neue Mission. Diesmal muss Fabian allein aufbrechen, denn wie ihm Deluggi unzweideutig zu verstehen gibt, handelt es sich bei dem Auftrag lediglich um einen aufwändigeren Botengang. Doch kaum verlässt Fabian den Raum, löst sich ein verborgener Fremder aus den Schatten und konspiriert mit Deluggi.
Währenddessen besucht Gerard Gampani, seines Zeichens Tempelritter, seine gute Freundin Konstanze, die ihrerseits bereits Besuch von einer aufreizenden Dame hat, welche einen merkwürdigen Eindruck bei Gerard hinterlässt.
Fabian macht sich indes auf den Weg in die Wüste. Unterwegs begegnet er dem Dichter Roberto, der ihn zunächst für einen Dieb hält. Doch als die beiden dann gemeinsam über eine schwer verletzte Person stolpern, überschlagen sich die Ereignisse. Der verletzte Carlos berichtet voll Todesangst von seltsamen Ereignissen im nahe gelegenen Oasenkloster, und Fabian beschliesst, der Sache auf den Grund zu gehen. Mit einem Trick gelingt es ihm, Zugang zum Kloster zu erlangen, und bald schon verdichten sich seine Befürchtungen.
In einem Brief bittet er seinen Freund Gerard ihm zu Hilfe zu kommen. Dieser macht sich auch unverzüglich auf den Weg, und macht bald darauf Bekanntschaft mit einem der Mönche des Klosters.
Er überredet den Mönch Mario, ihn in das Kloster zu schmuggeln. Mario hilft ihm zwar, aber immer wieder überkommen ihn starke Zweifel und er bricht seine Hilfe ab. Gerard muss alleine zusehen, wie er im Kloster zurecht kommt. Wenig später entdeckt Gerard das schreckliche Geheimnis und es kommt, wie es kommen muss. Gerard wird entdeckt und gefangen genommen. Doch Fabian, alarmiert durch Mario, hilft seinem Freund zur Flucht. Erneut überschlagen sich die Ereignisse, als die beiden Tempelritter hinter das Geheimnis hinter dem Geheimnis gelangen, und in einem furiosen Endkampf Recht und Ordnung wieder herstellen.
Besprechung:
Die Serie "Der Orden" gehört für mich zu einer der besten Hörspielserien unserer Zeit, obwohl sie bislang gerade einmal zwei Folgen stark ist. Kleinere Unstimmigkeiten der ersten Folge, die den Hörgenuss bei mir ein wenig einschränkten, wurden hier vollkommen ausgemerzt.
Das Sprecherensemble ist hervorragend und hochkarätig. Viele bekannte Stimmen, die dem Hörspiel eine sehr dichte und realistische Atmosphäre verleihen, sowie eine handvoll talentierter Nachwuchssprecher erzeugen puren Hörgenuss. Ein brillanter Klaus Nägelen (vielen Hörspielfans als Professor Futura aus der Serie "Jan Tenner" bekannt) als Bruder Mario, und ein nicht minder perfekt agierender Mario Hassert als Sarazenenkrieger sind in dieser Folge die Glanzstücke. Douglas "Macabross" Welbat als Gerard Gampani ist deutlich agiler und lebendiger als noch in Folge 1, wo er mir persönlich ein wenig zu "gemütlich" klang. Lutz Mackensy greift seine Rolle als undurschschaubarer Grossmeister Deluggi erneut auf und spielt wie gewohnt erstklassig. Dass sein Dialogpartner Matthias Brinck kein langjähriger Profi-Sprecher ist, muss einem dabei erst einmal gesagt werden, sonst glaubt man es nicht. Brinck bringt seine Rolle des mysteriösen Gottfrieds so verschlagen und hinterlistig rüber, dass kaum ein qualitativer Unterschied der Sprecherleistung gegenüber Mackensy zu hören ist, und der Dialog unheimlich lebensecht wirkt.
Die altertümliche Sprache tut ihr übriges, dass die Atmosphäre der Kreuzzüge perfekt transportiert wird.
Die Musik ist wie schon in der ersten Folge herausragend. Ich vermisse im Titelthema noch ein wenig den Wiedererkennungswert, aber das wird sich wohl im Laufe der nächsten Folgen einstellen. Die sonstige Musikuntermalung ist niemals aufdringlich, sondern immer unterstützend zur jeweiligen Szene eingesetzt.
Für das Sound-Design und die Abmischung zeichnet erneut Jörg Schuler verantwortlich, dem es wieder einmal vortrefflich gelingt, der akustischen Umgebung glaubhaftes Leben einzuhauchen.
Die technischen Aspekte mal beiseite, ist die Geschichte selbst ebenfalls nahezu perfekt. Der Hörer wird direkt in das Geschehen transportiert, die Charaktere sind glaubwürdig ausgearbeitet, der Plot stimmt und füllt die CD bis zum Rand, die Verschleierungen und Verschwörungen machen jederzeit Appetit auf mehr.
Gibt es denn hier überhaupt nichts zu meckern?
Leider dann doch. Konrad Halver, eigentlich eine Koriphäe im Hörspielbereich, ist der schlechteste und übertriebenst agierende Abt, den ich jemals gehört habe. Overacting pur. Ich konnte ihm seine Rolle einfach nicht abkaufen. Schade, denn er, wie gesagt eigentlich ein Vollprofi, reisst den ansonsten herausragend hohen Sprecherdurchschnitt leider ganz schön runter.
Fazit:
Eine rundherum absolut erstklassige Folge einer erstklassigen Serie, von der man nie so genau weiss, in welche Richtung sie sich entwickeln wird. Folge 1 war mysteriös und geheimnisvoll, Folge 2 ein Abenteuer-Krimi, und der Titel von Folge 3 "Hexentanz" verheisst die Verknüpfung eines weiteren Genre-Aspekts.
Man darf gespannt sein und sich auf die nächste Folge freuen.




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